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Ian Wallace
Die erste documenta 1955(dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 002)
2011
DE
1955 fand die erste documenta in Kassel statt. Zunächst als einmalig konzipiert, ist sie zu einer heute alle fünf Jahre wiederkehrenden, grundlegenden Ausstellung und Reflexion zeitgenössischer Kunst geworden. In seinem Essay, 1987 an der University of British Columbia, Vancouver, als Vorlesung gehalten, beleuchtet Ian Wallace die erste documenta, die nach dem 2. Weltkrieg ebenjenen Künstlern ein Forum bieten wollte, die im Nationalsozialismus als »entartet« verfemt worden waren. Die erste...
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Chus Martínez
Das Ausdrückbare nicht ausdrücken(dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 075)
- eBook 75 -
- dOCUMENTA (13): 100 Notizen - 100 Gedanken
2012
DE
»Kunst ist Denken, keine Theorie.« In Chus Martínez' Notizbuch wird der Zwang zur permanenten Bedeutungszuweisung im Öffentlichen wie im Privaten theoretisch und visuell verunsichert. Martínez legt den Schwerpunkt auf ein gemeinschaftliches Denken, das einen lebendigen und in seiner Mehrdeutigkeit produktiven Zustand hervorbringen kann: Wissen. Sie nimmt dabei eine Neudefinition »künstlerischer Forschung« vor, einer Praxis, die eine »echte öffentliche Debatte« in einer Gemeinschaft anstift...
Judith Butler
Fühlen, was im anderen lebendig ist Hegels frühe Liebe(dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 066)
- eBook 66 -
- dOCUMENTA (13): 100 Notizen - 100 Gedanken
2012
DE
»Liebe bedeutet dem anderen kein Toter zu sein und dass der andere einem selbst kein Toter ist«, schreibt Judith Butler über den Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel und die Liebe. Auf der Grundlage seines Aufsatzes »Liebe« (1797/98) und dem »Systemfragment von 1800« (1800) ist sie Hegels frühen Reflexionen über Liebe auf der Spur. Ihr besonderes Moment liegt laut Butler in der Umkehrbarkeit; so käme es bei Hegel wie auch in der Liebe vor, dass die auktoriale Stimme die Richtung wechs...
Sonallah Ibrahim
Zwei Romane und zwei Frauen(dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 047)
2012
DE
Der ägyptische Schriftsteller Sonallah Ibrahim gewährt in seinem Notizbuch einen Einblick in zwei seiner Romane, die in einem eher dokumentarischen Stil geschrieben sind, eine persönliche Geschichte mit dem politischen Umfeld verweben und Exzerpte von Zeitschriften und Ansprachen zitieren. Eine der Hauptfiguren, Dhat, muss in ihrem Leben Leid und Unglück ertragen, verursacht durch die politische Situation in ihrem Heimatland. Die andere, Warda, widmet ihr Leben der Befreiung der Menschheit...
- eBook 2519 -
- Beck'sche Reihe
2016
DE
Wassily Kandinsky (1866 – 1944) hat die Entwicklung der modernen Malerei wie kaum ein anderer geprägt. Sein Leben zwischen Ost und West, in den Wirren von Revolutionen und Weltkriegen, war ein Leben zwischen Extremen. Auch seine Kunst bewegte sich zwischen verschiedenen Polen: Abstraktion und Figürlichkeit, Ordnung und Chaos, Intuition und Rationalität, Wissenschaft und Religion. So sehr er als Pionier der Moderne wirkte, ging es ihm zugleich darum, an Geschichte und Tradition anzuknüpfen....
G.M. Tamás
Die unschuldige Macht(dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 013)
- von
- G.M. Tamás
- eBook 13 -
- dOCUMENTA (13): 100 Notizen - 100 Gedanken
2011
DE
In seinem Essay untersucht G. M. Tamás (*1948), ungarischer Philosoph sowie ehemaliger und gegenwärtiger Dissident, den Charakter »unschuldiger Macht«. Macht ist per se zerstörerisch, und ihr Effekt lässt sich an verschiedenen Arten von Ruinen ablesen, darunter romantische Ruinen, Kriegsruinen und solche, die in der zeitgenössischen Kunst geschaffen werden. Die unschuldige Macht zeichnet sich dadurch aus, dass sie, wie das Kapital, unpersönlich und konzeptuell, ist; sie ist eine Ansammlung...
Cornelius Castoriadis
(dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 021)
2012
DE
Im Mittelpunkt des Denkens des politischen Philosophen, Ökonomen, Sozialkritikers und Psychoanalytikers Cornelius Castoriadis (1922–1997) stehen drei wichtige, eng miteinander verknüpfte Begriffe: das Imaginäre, Kreation und Autonomie. Sie verweisen auf das breite Spektrum von Bedeutungen, durch die eine Gesellschaft symbolische Formen und institutionelle Strukturen entwickelt, um ihre Identität zum Ausdruck zu bringen. Die von Castoriadis 1948 gemeinsam mit Claude Lefort gegründete linksr...
- Übersetzt von
- Marlene Müller-HaasSusanne RöckelAndrea Prins
2017
DE
Die Briefe von Vincent van Gogh sind ein Stück Weltliteratur. Als Schriftsteller war er so talentiert, wie er als Künstler bahnbrechend wirkte. Die neu übersetzte Auswahl seiner wichtigsten Briefe bietet zum ersten Mal in deutscher Sprache den originalen Text. Diese Briefe sind ein Fenster zur Seele eines Ausnahmekünstlers, der mit dem Leben wie mit der Kunst kämpfte und verzweifelte, der das Größte wollte und erreichte.Van Gogh war ein höchst schwieriger Mensch, ein gewaltiger Egoz...
Bruno Bosteels
Einige hoch spekulative Anmerkungen über Kunst und Ideologie(dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 082)
- eBook 82 -
- dOCUMENTA (13): 100 Notizen - 100 Gedanken
2012
DE
In seinem Notizbuch befragt Bruno Bosteels die Beziehung zwischen Kunst und Ideologie. Er schlägt eine Analogie zwischen der Traumarbeit und der Kunst vor, da diese auf die »reflexhaften Gesten« und Annahmen über Kunst aufmerksam macht. Entgegen der Auffassung, dass Kunst per se mit Befreiung, Überschreitung und Widerständigkeit gleichzusetzen sei, entwirft Bosteels den Grundriss einer Theorie der Ideologie der Kunst und fragt, ob statt der überbewerteten politischen Subversion »die künstl...
Doug Ashford, Julie Ault, Group Material
AIDS Timeline(dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 032)
2011
DE
1989 wurden die damaligen Mitglieder von Group Material – Doug Ashford, Julie Ault, Felix Gonzalez-Torres und Karen Ramspacher – von der MATRIX Gallery am Berkeley University Art Museum dazu eingeladen, sich mit dem Thema AIDS auseinanderzusetzen. Die Künstler trugen ihre Recherchen in einer nach Jahren strukturierten Übersicht über die Umstände zusammen, unter denen sich die Epidemie in eine nationale Krise gewandelt hatte. Untersucht wurden Ereignisse in den Bereichen Medizin, Politik un...
Silvia Federici
Hexenjagd, Vergangenheit und Gegenwart, und die Angst vor der Macht der Frauen(dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 096)
2012
DE
Wie konnte es dazu kommen, dass in Europa vom 15. bis zum 18. Jahrhundert Tausende von Frauen der Hexerei beschuldigt, grausam gefoltert und ermordet wurden? Diese Frage führt Silvia Federici zu einer Neubetrachtung der Entstehung des Kapitalismus sowie des Ausmaßes an Zerstörung von Sozial- und Geschlechterbeziehungen, auf dem diese Entwicklung basierte. Neben der weiblichen Sexualität stellten die Fähigkeiten von Frauen als Heilerinnen, Naturheilkundige, Hebammen, Erzeugerinnen von Liebe...










